Fünf Corona-Partys in einer Woche – Knast!
Noch immer gibt es Menschen, die uneinsichtig ob der Maßnahmen zur Eindämmung der Coronavirus-Verbreitung sind. Ein Mann in Bamberg hat es nun derart auf die Spitze getrieben, dass er bis zum Ende der Ausgangssperre ins Gefängnis gesteckt wird. Der 34-Jährige feierte in einer Woche fünf Corona-Partys, wurde immer ermahnt. Als er am Donnerstagabend erneut mit mehreren Bekannten bei Alkohol feierte, sei der unbelehrbare Mann in Gewahrsam genommen worden.
Neben dem Festgenommenen erhielten auch dessen Feiergäste Anzeigen, auf sie warten Bußgelder wegen Verstößen gegen das Infektionsschutzgesetz. Seit Inkrafttreten der Ausgangsbeschränkungen in Bayern nahm die Polizei laut Landesinnenminister Joachim Herrmann (CSU) rund 300.000 Kontrollen vor, diese betrafen auch die Gastronomie und Ladengeschäfte. Allein bei der Ausgangsbeschränkung wurden laut Herrmann rund 25.000 Verstöße festgestellt.
Queen beschwört Briten zu Disziplin
Königin Elizabeth II. (93) ruft die Briten dazu auf, der Coronavirus-Pandemie mit charakteristisch britischer Selbstdisziplin und stiller Entschlossenheit zu begegnen. „Ich hoffe, dass in den kommenden Jahren alle stolz darauf sein können, wie sie mit dieser Herausforderung umgegangen sind“, wird die Queen am Sonntagabend in einer Ansprache sagen. Das geht aus vorab veröffentlichten Rede-Auszügen hervor.
Die Ansprache gilt als Zeichen, dass die Regierung zunehmend über die
rasch wachsende Zahl der Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19
beunruhigt ist.
Hoffnungsschimmer in Italien
Erstmals seit gut einem Monat ist die Zahl der mit dem Coronavirus
infizierten Intensivpatienten in Italien gesunken. 3994 Menschen würden
derzeit auf Intensivstationen behandelt, 74 weniger als am Vortag, sagte
Zivilschutz-Chef Angelo Borrelli am Samstag. „Das sind sehr wichtige
Neuigkeiten, denn das verschafft unseren Krankenhäusern eine Atempause.“
In der besonders schwer betroffenen Region Lombardei konnten demnach
etwa 50 Patienten die Intensivstation verlassen.
Die Zahl der an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorbenen Menschen in
Italien erhöhte sich am Samstag um 681 Tote auf knapp 14.700. Der
Anstieg der Opferzahlen schwäche sich stetig ab, sagte Borrelli. Ende
März seien noch fast tausend Tote innerhalb eines Tages registriert
worden.
Dies seien gute Neuigkeiten, sagte der Chef des nationalen Gesundheitsrats, Franco Locatelli. Italien habe die „kritische Phase“ aber noch lange nicht überstanden. Die jüngste Entwicklung sei lediglich ein Anzeichen dafür, dass die Maßnahmen im Kampf gegen die Pandemie Wirkung zeigten.