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Nicht schwul genug für Asyl | Forum

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Wolfgang G*
Wolfgang Sep 4

Flüchtlinge, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung verfolgt werden, dürfen in Europa nicht abgeschoben werden. (Symbolbild).

Internationale Aufmerksamkeit erreichte der Fall eines 18-jährigen Afghanen, dessen Asylantrag abgewiesen wurde, weil er dem zuständigen Sachbearbeiter nicht schwul genug vorkam. Nun reagieren auch Politik und Community.

Die abstruse Begründung des Asylamtes sorgte auch international für Kopfschütteln
Es war ein Schock für den 18-Jährigen, als er seinen negativen Asylbescheid zugestellt bekam: „Weder Ihr Gang, Ihr Gehabe oder Ihre Bekleidung haben auch nur annähernd darauf hingedeutet, dass Sie homosexuell sein könnten“, heißt es in dem Schreiben, aus dem die Wiener Stadtzeitung Falter in ihrer aktuellen Ausgabe zitiert.

https://www.iboys.at/magazin/-quot-gehabe-quot-nicht-schwul-genug-1235

Mittlerweile hat der Fall auch international hohe Wellen geschlagen. Medien wie der Spiegel, die Süddeutsche Zeitung oder der britische Guardian berichteten in ihren Online-Ausgaben über den Fall – mit Kopfschütteln darüber, dass solche zynischen Begründungen tatsächlich in einem Asylbescheid stehen können. Die Bild-Zeitung nennt es sogar „die irrste Abschliebe-Begründung Europas“.

HOSI Wien kritisiert Asylamt – und Innenminister Kickl
Nun haben sich auch Politik und Community eingeschaltet. „Wie viel Klischee darf’s denn sein? Muss er als nächstes ‚Over the Rainbow‘ rückwärts singen können?“, ärgert sich Moritz Yvon, Obmann der HOSI Wien: „So eine Begründung ist grotesk. Dieses Sammelsurium von Klischees ist vieles, aber ganz sicher keine sachliche Prüfung des Asylgrundes. Diese Begründung blamiert Österreich international, und das während der EU-Ratspräsidenschaft und nicht einmal ein Jahr vor der EuroPride 2019. Wir fragen daher das Innenministerium: Entspricht das den Richtlinien, die sie den Mitarbeiter*innen im BFA beibringen? Oder kümmert sich hier jemand mehr um die vermeintlichen Wünsche von FPÖ-Innenminister Herbert Kickl statt um eine dem Fall angemessene Vollziehung der Gesetze?“

Nationalratsabgeordneter Mario Lindner, Bundesvorsitzender der sozialdemokratischen LGBT-Organisation SoHo ist schockiert: „Monat für Monat erfahren wir von mehr als grenzwertigen Begründungen für negative Asylbescheide. Da man anscheinend wirklich nicht mehr von Einzelfällen sprechen kann, ist ein massives Versagen des Innenministeriums in der Sicherstellung fairer Asylverfahren zu befürchten.“

Auch SPÖ, Grüne und Liste Pilz sind über die Begründung entsetzt
Die Begründung des Asylamtes, den Antrag abzulehnen, „strotzt nur so von Vorurteilen und schwulenfeindlichen Klischees. Solche Aussagen würde unsere Gesellschaft von keinem Komiker akzeptieren – im Bescheid über die Zukunft eines geflüchteten Menschen haben sie also schon gar nichts verloren!“, so Lindner weiter.

Ähnlich äußert sich auch die Grüne Bundesrätin Ewa Dziedzic auf Twitter: „Die aktuelle türkis-blaue Regierung katapultiert Österreich um mindestens 30 Jahre zurück. Atmosphärisch um mindestens 80“, schreibt sie.

„Solche klischeehaften Vorstellungen über Homosexualität haben im 21. Jahrhundert nichts verloren, schon gar nicht in einem offiziellen Bescheid eines Bundesamtes. Wer über Leben und Tod eines Menschen entscheidet, muss über Vorurteile erhaben sein“, betonen auch Maria Stern und Lukas Schwarz von der Liste Pilz.

Das Innenministerium verteidigt die klischeehafte Begründung ihres Beamten weiterhin
Das zuständige Innenministerium verteidigt die Entscheidung seines Beamten. Gegenüber Bild wollte man den Einzelfall zwar nicht kommentieren – man könne aber „objektiv betrachtet auch nicht als gegeben hinnehmen, dass die betreffende Person tatsächlich homosexuell sei“, so ein Sprecher.

Der Afghane hat gegen den Bescheid mittlerweile übrigens Berufung eingelegt.

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Justin G*
Justin Sep 4
Komische Sache, ein Familienvater darf mit Frau und Kinder abgeschoben werden, aber ein Schwuler junger arbeitsfähiger angeblich Schwuler nicht!
Leut seit Vorsichtig, das Volk ist nicht Blöd und so wird das Keiner auf Dauer hinnehmen! Vor dem Gesetz sind Alle gleich, steht im Grundgesetz und da kann ein Schwuler nicht Gleicher sein!
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LucaK Y|TV
LucaK Sep 4
Irgendwie ist mir das ein wenig zu Hoch! Auf einer Seite haben Homos ein Bleiberecht auf der anderen Seite ein Widerspruch mit den Umpolungstherapien die in Deutschland und Östereich erlaubt sind.
Ist das etwa der tägliche Berliner-Wahnsinn?
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Cesar
Cesar Sep 4
Europa zum Glück vergesst ihr nicht ständig von Menschrechten zu sprechen, ich glaube ihr Politiker gehört Alle zu Umpolungstherapien!Ihr könnt nur eins das Volk belügen und verarschen, jeder der diese Verarschung nicht mehr mitmacht ist von Haus aus ein Nazi! Kümmert euch lieber um eueren Dreck im Innland als um den Dreck in Russland oder sonstwo den der geht euch nichts an! Es ist höchste Zeit für die Direktedemokratie das Volk muss das in die Hand nehmen ohne Parteien! aus mit Berufspolitikern, Schluss mit Schönfärben und Lügen! Wenn einer von Euch Nichtnutzen rechen kann, dann erzählt dem Volk wann die Biodeutschen aussterben! Alle 30 Jahre halbieren sich die Biodeutschen, dann wisst ihr wann die Ausländer die Macht in unserem Land haben! Seit Ihr zu Feige für die Wahrheit? Wieviele Kinder hat im Durchschnitt eine Frau in Deutschland pro Generation, wie viele Kinder brauchen wir um den Stand von Heute zu halten? Wir haben 1,4 Kinder pro Frau und Generation und brauchen tun wir 2,1! Es ist euere Aufgabe in Berlin für die 2,1 zu sorgen und nicht den Ausländern das Geld in den Arsch zu blasen! Wenn in dem Land was eine Umpolungstherapie braucht dann woll unsere Politiker, aber sicherlich nicht wie Schwulen!
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