Der russische Botschafter in den USA, Anatoli Antonow, hat sich über die humanitäre Hilfe geäußert, die Russland den Vereinigten Staaten und Italien leistet.
Die ganze Welt sei mit einer neuen tödlichen Gefahr konfrontiert, betonte der Diplomat. Die Menschen könnten sie nur dann überwinden, wenn sie ihre Bemühungen vereinen.
„Jetzt sei keine Zeit für Streitereien.“
Nach Antonows Angaben landet ein Flugzeug der russischen Luft- und Weltraumstreitkräfte mit von dem russischen Handelsministerium bereitgestellten Hilfsgütern in New York gegen 19:30 MESZ.
„Wir können für die Rettung der Amerikaner dringend notwendige Ausrüstung, Desinfektionsmittel, Schutzbrillen, Masken und Atemschutzgeräte zur Verfügung stellen. Russlands humanitäre Mission wird bereits dann erfolgreich, wenn als ihr Ergebnis auch nur ein Leben gerettet wird.“
Die Lieferung der Hilfsgüter hätten der russische Präsident Wladimir
Putin und sein US-amerikanischer Amtskollege Donald Trump abgestimmt.
„Wir sind sicher, dass auch Amerika uns im Notfall Beistand leisten wird. Wir werden die Hilfe mit Freude annehmen. Ohne jegliche Politisierung.“
„Zynische“ Kritik
Immer gebe es jene, die selbst bei einer solchen Gefahr wie Coronavirus
die Notwendigkeit der Zusammenarbeit bezweifeln würden. Diese
Herangehensweise ist laut Antonow „verantwortungslos“ und führt
unvermeidlich zum Anstieg der Opferzahl.
„Grundlose“ Kritik der Hilfe, die Russland bereits Italien leistet, ist aus der Sicht des Botschafters „zynisch“ und „amoralisch“.
„Unsere Militärmediziner – Ärzte und Krankenschwestern – riskieren täglich, im Unterschied zu jenen, die so unverfroren sind, die Effektivität ihrer Arbeit in Prozenten zu kalkulieren.“
Beispiele in der Geschichte
Moskaus aktuelle Hife an Rom und Washington
verglich Antonow mit dem Mitwirken russischer Rettungsdienste beim
Aufbau nach dem Erdbeben in L’Aquila Hauptstadt der Region Abruzzen)
2009 sowie mit der ersten Begegnung US-amerikanischer und sowjetischer
Truppen auf deutschem Boden am 25. April 1945 – dem Elbe Day.