Bayerische Arbeitsagenturen telefonisch überlastet
Die regionalen Arbeitsagenturen in Bayern sind telefonisch überlastet.
Das Anrufaufkommen sei in den vergangenen Tagen auf das Zehnfache
angestiegen. Aufgrund von Terminabsagen, die die Apparate blockieren,
können viele telefonische Beratungsgespräche nicht stattfinden. Die
Regionaldirektion Bayern bittet deshalb von Kundenanrufen abzusehen,
wenn es um die Absage eines persönlichen Termins geht. Dadurch würden
keine Nachteile entstehen. "Es gibt keine Rechtsfolgen und Sanktionen",
so die Sprecherin der Agentur in Nürnberg. Zudem sollten Kundinnen und
Kunden verstärkt das Online-Angebot der Bundesagentur für Arbeit nutzen.
Straßenkreuzer-Verkauf in Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach wird eingestellt
Der Verein Straßenkreuzer, der in Not geratene Menschen unterstützt, hat
den Vertrieb seines Magazins eingestellt. Mehr als 80 arme und
obdachlose Frauen und Männer verkaufen den "Straßenkreuzer" in den
Städten Nürnberg, Fürth, Erlangen und Schwabach. Wegen der Corona-Krise
soll der Vertrieb bis einschließlich 19. April ruhen. Der Straßenkreuzer
folge damit den Empfehlungen der Staatsregierung, möglichst jede
Ansteckungsgefahr in den nächsten Wochen zu vermeiden, heißt es in einer
Pressemitteilung. Die aktuelle Ausgabe wird im Laufe der Woche zum
Download auf der Homepage strassenkreuzer.info zur Verfügung stehen. Dazu gibt es die Möglichkeit, einen beliebigen Betrag zu spenden.
Nürnberger Bratwurströslein schließt ab Mittwoch vorübergehen – MitarbeiterInnen in Kurzarbeit
Das Nürnberger Bratwurströslein als Flakschiff der Nürnberger
Gastronomie mit 600 Sitzplätzen wird ab Mittwoch (18.03.2020)
vorübergehend seine Türen schießen. Das teilte Inhaber Thomas Förster
dem BR mit. Förster, der auch 1. Vizepräsident des DEHOGA Bayern ist,
betonte auf BR-Nachfrage: "Es gelte an erster Stelle, die Gesundheit der
Gäste und Mitarbeiter zu schützen." Gleichzeitig betonte er aber auch,
dass es wirtschaftlich nicht sinnvoll sei, den Großbetrieb über Mittag
ein bis zwei Stunden offen zu lassen. Daher die vollständige Schließung.
Auch ein "To-Go-Betrieb" sei in seinem Falle unwirtschaftlich. Die
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Bratwurströsleins würden zu 100
Prozent in Kurzarbeit gehen. Sie bekommen damit 60 Prozent ihres
Verdienstausfalls vom Staat kompensiert.